Somatoforme Störungen: Vegetative Dystonie und Psychosomatik

Als somatoforme Störungen werden solche körperlichen Beschwerden bezeichnet, für die sich trotz eingehender medizinischer Untersuchungen keine organischen Ursachen finden lassen. Man spricht auch von Psychosomatik, Somatisierungsstörungen, somatischen oder funktionellen Störungen und von vegetativer Dystonie bzw. neurovegetativen Störungen, vegetativer Neurose oder einfach Befindlichkeitsstörungen.

Psychosomatische Beschwerden bzw. Symptome einer somatoformen Störungen können zum Beispiel sein: Druck auf der Brust, Herzstolpern, Atemprobleme, Bauchschmerzen, Übelkeit, Vedauungsprobleme, Sodbrennen, Reizmagen, Reizdarm, Reizblase, Kopfschmerzen, Rückenschmerzen, Nackenschmerzen, Unterbauchschmerzen, Prämenstruelles Syndrom (PMS), Muskelschmerzen in Armen, Beinen und/oder Händen sowie weitere Beschwerden ohne körperlichen Befund.

Die vegetative Dystonie ist ein Überbegriff für unterschiedliche Symptome und Syndrome, die auf eine Dysregulation des vegetativen Nervensystems zurückzuführen sind, also des Teils unseres Nervensystems bzw. unserer Nerven, auf die wir nicht willkürlich Einfluss nehmen können (Herzschlag, Verdauung, Blutdruck). Eine gestörte Balance zwischen Anspannung und Entspannung bzw. das gestörte Zusammenspiel zwischen Sympathikus und Parasympathikus können dabei zu einer Reihe von Symptomen führen. Zum Beispiel: Nervosität, Herzrasen, hoher Blutdruck, Durchfall, Schlafstörungen, innere Unruhe oder auch Erschöpfung, Antriebslosigkeit, niedriger Blutdruck, Verstopfung, Kältegefühl. Weiter Symptome sind starkes Schwitzen, Schwindel, Krämpfe, Übelkeit und Zittern.

Nur Befindlichkeitsstörungen? Ein wiederholtes Unwohlsein wird gern als Befindlichkeitsstörung und der dazugehörige Mensch als besonders sensibel „abgetan“. Ich möchte an dieser Stelle darauf hinweisen, das ein Fehlregulation in unserem Nervensystem auf ein Ungleichgewicht in unserer Lebensführung hinweist und dass ein ungesunder Lebensstil langfristig zu chronischen Krankheiten führen kann. Weshalb ich immer sehr dafür bin, ein Unwohlsein aus der Welt zu schaffen, bevor irgendjemand überhaupt eine Diagnose stellen muss.

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